Förderkonzept
© 2008 ASR
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In unserer Schule - mit besonderem Förderbedarf und einem hohen Anteil an Migranten - ist die Förderung ein berechtigtes Anliegen. Die Erfahrung zeigt, dass unsere SchülerInnen neben dem Fachunterricht kontinuierlich Hilfe brauchen.
Da durch den Anstieg der Klassenstärken in den letzten Jahren eine optimale Betreuung aller SchülerInnen im Klassenunterricht nicht mehr gewährleistet werden kann, versucht unsere Schule, in der Erprobungsstufe diejenigen SchülerInnen durch Arbeit in Kleingruppen gezielt zu fördern, die durch den Wechsel von der Grund- zur Realschule Schwierigkeiten haben.
Die intensive Betreuung in kleinen Gruppen (auch am Nachmittag) ermöglicht nicht nur eine fachliche, sondern auch pädagogische Hilfestellung zur Eingewöhnung in die neue Schulsituation. Die Zusammenarbeit der FörderlehrerInnen und Klassen- und FachlehrerInnen ermöglicht es, schnell eine gute Arbeitsatmosphäre für alle zu schaffen.
Der Förderunterricht ist auch offen für SchülerInnen, die lange krank waren oder neu im Stadtviertel leben. Sie haben so die Möglichkeit, schneller den unbekannten Unterrichtsstoff nachzuholen.
Gefördert werden z.Zt. aber auch die SchülerInnen aller Jahrgangsstufen, leistungsschwache und leistungsstarke.

Organisation:

Die Förderung an unserer Schule gliedert sich in drei Bereiche:

(1) Förderung in den internationalen Vorbereitungsklassen zur Eingliederung von Seiteneinsteigern
(2) Förderung in den Jahrgangsstufen 5 und 6, Erprobungsstufe
(3) Förderung in den Regelklassen 7 - 10
(4) Förderung in den Klassen10 für die leistungsstarken SchülerInnen: Erweiterungskurs in Englisch zur Vorbereitung auf die gymnasiale Oberstufe, Französisch- Kurs zur Vorbereitung auf DELF/DALF

zu (2): Die Förderung in den Jahrgangsstufen 5 und 6, Erprobungsstufe, wurde wegen der Verknüpfung mit Dreizehn Plus seit 1998 klassenübergreifend und losgelöst von den anderen Jahrgangsstufen organisiert.

zu (3): Die Förderung in den Regelklassen 7-10 ist, so weit dies möglich ist, an den Fachunterricht angebunden. Die Stunden sind Randstunden. Der Unterricht soll auf die individuellen Bedürfnisse der SchülerInnen in den einzelnen Regelklassen ausgerichtet sein. Die Teilnahme richtet sich nach dem Bedarf und ist nicht verpflichtend.

Der Förderunterricht hat folgende Ziele:
die SchülerInnen sollen -

1. freiwillig ! ihre Defizite aufarbeiten und/oder ihre Leistungen verbessern
2. erfahren, dass Förderunterricht Spaß macht
3. Förderunterricht als ein persönliches Privileg, etwas Positives ansehen

Auf der Grundlage dieser Ziele wurden zahlreiche, auf die jeweilige Klasse/ Gruppe abgestimmte Konzepte entwickelt. Diese werden regelmäßig systematisiert und evaluiert.


Förderstunden im Schuljahr 2007/2008:

Stufe
5 6 7 8 9 10
 
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NaMi
Teamteaching
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Stufe 5 und 6: Jede Klasse hat eine D,M,E- Förderstunde.


In der Stufe 7 und 8 findet eine Förderung durch Teamteaching statt.
In der Stufe 8 wurde für die Klassen im Fach Deutsch und Englisch aus den 3 Klassen 4 Lerngruppen mit 20 - 23 SchülerInnen je Gruppe gebildet.


In der Stufe 9 haben alle Klassen eine Förder-Deutsch-Stunde und eine Förder-Mathe-Stunde.

In der Stufe 10 haben alle Klassen je eine Stunde Förder-Mathe (angebunden an den Regelunterricht)
In der Stufe 10 wird Förder-Englisch klassenübergreifend in zwei 2-stündigen Grund- und einem Erweiterungskurs angeboten
Ebenfalls in der Stufe 10 wird Französisch für die leistungsstarken SchülerInnen angeboten.

In der internationalen Vorbereitungsklasse ist jede Regelstunde eine Förderstunde, da es individuelle Lernprogramme für jede Schülerin/ jeden Schüler gibt.
Zusätzlich gibt es auch noch je 2 Förderstunden in D und E.


Die Förderung in der Jahrgangsstufe 5 und 6

Förderdiagnostik:

An der Albert-Schweitzer-Realschule werden unterschiedliche Modelle des Förderunterrichts angeboten. Der Förderbedarf wird unter Berücksichtigung der Einstufung durch die Grundschulgutachten, der Sprachkenntnisse und des Lernfortschritts ermittelt.
Berücksichtigt werden sowohl der Wortschatz, die Rechtschreibung, die Lesekompetenz, Anwendung der Sprache und mathematische Fähigkeiten. Diese Ergebnisse sind dann die Grundlagen der Beratung und Förderung.

Anbindung an den Regelunterricht:
Die FachlehrerInnen führen mit den entsprechenden SchülerInnen ein Beratungsgespräch und legen einen individuellen Förderplan fest. Beratungsgespräche mit den Erziehungsberechtigten finden nach Bedarf statt.
Der Förderunterricht wird von den jeweiligen FachlehrerInnen der Klassen unterrichtet. Die SchülerInnen lernen verstärkt Lern- und Arbeitstechniken kennen und anwenden (Hausaufgaben, Heftführung und Gestaltung, Textbearbeitung, Umgang mit Wörterbüchern etc. nach Klippert).

Ein Schwerpunkt unserer Förderung liegt in der Handlungsorientierung und der Verbesserung der Deutschkenntnisse. Des Weiteren ist sie im Nachmittagsbereich in unterschiedliche Aktivitäten:
Freiarbeit,
Übungssoftware,
künstlerisch-praktische,
sportliche,
gemeinsames Mittagesse,
Gokart- und Elektrorollerfahren etc.) eingebunden.

Das hauptsächliche Ziel, die Förderung der Deutschkenntnisse, wird durch den
Spielcharakter,
die Freiräume,
die Möglichkeit der Selbstkontrolle,
sehr kleinschrittige Hilfen, unterstützt.
Dabei lernen die SchülerInnen sowohl Ausdauer und Geduld als auch Regeln kennen, Absprachen und Vereinbarungen zu treffen etc.
Sie wenden Sprache an und erweitern ihren Wortschatz.

Evaluation
Die Fehlerquellen, aus Tests, Vokabeltests und Klassenarbeiten, werden gemeinsam mit den SchülerInnen analysiert, so dass sie eine Rückmeldung über ihren Lernfortschritt erhalten. Diese Erkenntnisse sollen dann in den individuellen Förderplänen umgesetzt werden.

Förderunterricht in den Jahrgangsstufen 7-10
Förderkurse in Deutsch, Englisch und Mathematik (Jahrgangsstufen 7-10)
Unsere FachlehrerInnen bieten, meist angebunden an den Regelunterricht, sowohl für die leistungsschwächeren als auch für die leistungsstärkeren SchülerInnen Förderkurse an.
Die Organisationsformen und Inhalte sind den Bedürfnissen der verschiedenen Klassen angepasst und flexibel, damit sie eine individuelle Förderung ermöglichen. Einzelne Themenbereiche werden wiederholt, vertieft und mit unterschiedlichen Arbeitsformen eingeübt.
Die Diagnostik erfolgt im Regelunterricht und wird zu den Zeugnisterminen schriftlich festgehalten.
Die Eltern werden auch über den Förderbedarf schriftlich/mündlich informiert. Lernfortschritte werden schriftlich (auch von den SchülerInnen) fixiert und an die FachlehrerInnen in den jahrgangsübergreifenden Kursen weitergegeben.

Erweiterungskurs Englisch (Jahrgangsstufe 10)
Für die SchülerInnen, die zu weiterführenden Schulen wechseln möchten, wird im Fach Englisch ein Liftkurs angeboten, der den Übergang zur Oberstufe erleichtert.
In diesem einstündigen Kurs werden systematisch grammatikalische Grundlagen/Wortschatz der gesamten Schulzeit wiederholt und vertieft. Danach erfolgt die Arbeit mit komplexen Texten und gymnasialer Lektüre. Im Französisch-Kurs wird eine Vorbereitung auf DELF/DALF durchgeführt.
Um die Nichtversetzerquote zu reduzieren, wurde im Schuljahr 2007/2008 folgendes Modell erfolgreich in einigen Stufen erprobt:
Im Fach Mathematik und Deutsch haben die SchülerInnen die Möglichkeit, eine mangelhafte Leistung im Förderunterricht aufzuarbeiten. In einer zusätzlichen Klassenarbeit mit denselben Inhalten kann die Minderleistung auf die Note ausreichend angehoben werden. Dieses Modell soll fortgeführt und ausgeweitet werden.

Förderunterricht in den Vorbereitungsklassen
Erfahrungsgemäß haben ausländische SchülerInnen und AussiedlerInnen eine hohe Hemmschwelle deutsch zu sprechen. Eine möglichst schnelle Integration in unsere Gesellschaft und somit auch in unseren Schulalltag kann jedoch nur durch die Überwindung der Sprachbarrieren erfolgen.
So wird den Schülern neben dem 6-stündigen Deutschunterricht auch noch zusätzlich Förderunterricht angeboten, dessen Schwerpunkt im Bereich Sprechen und aktives Zuhören liegt. In kleinen Gruppen werden die SchülerInnen angeregt, z.B. durch Hör- und Rollenspiele, Liedertexte, Radiosendungen, persönliche Gespräche und Diskussionen die Angst vor dem Sprechen zu verlieren.

Wünschenswert wäre eine sozialpädagogische Begleitung, die die spezifischen Probleme von Ausländer- bzw. Aussiedlerkindern kennt und diese SchülerInnen kompetent betreuen kann.

Evaluation des Konzeptes
Das Förderkonzept wird regelmäßig in "Förderkonferenzen" weitergeführt und evaluiert und jährlich der Schulkonferenz vorgestellt.